Lage

Martinique liegt im Herzen der Karibik und ist Teil der Kleinen Antillen, auch "Inseln vor dem Wind" genannt. An seine Küsten spült im Osten der Atlantische Ozean und im Westen das Karibische Meer. Die Insel befindet sich rund 7000 km von Frankreich, 3150 km von New York und 440 km von der nächsten Küste Südamerikas. Die nächsten Nachbarn sind im Norden Dominica (25 km) und Guadeloupe (120 km) und im Süden Saint Lucia (37 km).

Geografie

Martinique hat eine Fläche von 1080 km². Es misst 70 km in der Länge und 30 km in der Breite. Im Norden der Insel ist der Mont Pelée mit 1397 Metern der höchste Punkt. Mächtige Regenwälder, Flüsse und Wasserfälle kennzeichnen den Norden. Im Zentrum vollendet die Lamentin-Hochebene den Übergang zur südlichen Region. An der Südküste findet man zahlreiche Buchten und sehr malerische Küstenstriche. Die wüstenartige Savane de Pétrification ("Savanne der Versteinerung") im äußersten Süden ist eine geologische Kuriosität.

Klima

Das Klima ist relativ mild auf Martinique und die Hitze ist dort niemals zu stark. Die Durchschnittstemperatur von 26° C macht es zur Insel des ewigen Sommers. Die aus Ost und Nordost wehenden, regelmäßigen Brisen, die so genannten "Alizés"-Winde erfrischen die Atmosphäre ständig.

Die ideale Reisezeit ist von November bis März, doch auch während dieser Monate kann man mit kurzen tropischen Schauern rechnen.

Anreise

Der internationale Flughafen (FDF) ist in Fort de France, ca. 15 Kilometer außerhalb der Stadt. Air France bringt Sie mehrmals täglich in 8,5 Stunden von Paris nach Fort de France, Zubringerflüge gibt es von verschiedenen deutschen Flughäfen.

Zeitverschiebung

im Winter 5 Stunden, im Sommer 6 Stunden

Einreiseformalitäten

Deutsche können mit ihrem Personalausweis oder Reisepass ohne Visum in Martinique einreisen. Für jede nicht dort wohnhafte Person ist ein Hin- und Rückflugticket Pflicht.

Gesundheitliche Vorschriften

Keine Impfung erforderlich.

Sprachen

Die offizielle Sprache ist Französisch, doch alle Bewohner Martiniques sprechen Créole, das aus der Melange zwischen altem Französisch, Englisch, afrikanischen Dialekten und erhaltenen amerindischen Termini entstanden ist. Englisch wird in einigen Hotelbetrieben und touristischen Orten gesprochen.

Währung

Auf Martinique zahlen Sie bequem in Euro.

Wasser/Strom

Das Wasser aus dem Wasserhahn ist überall trinkbar. Mineralwasser werden dem Verbraucher ebenfalls angeboten. Elektrischer Strom ist 220 Volt stark.

Post und Telekommunikation

Martinique ist mit modernen Telekommunikationsmitteln ausgestattet: Telefon: Zugang zum internationalen Netz, Mobiltelefone, zahlreiche Telefonzellen in den städtischen Zentren und in den Gemeinden. Fax. Internet.

Kleidungsrichtlinien

Leichte Kleidung. Bringen Sie für eventuell kühlere Abende ein warmes Kleidungsteil und für die kurzen tropischen Schauer eine leichte Regenjacke mit. Eine Sonnenbrille sowie Produkte zum Sonnen- und Insektenschutz gehören ebenfalls ins Reisegepäck.

Öffentlicher Transport

Martinique verfügt über einen Busservice innerhalb der Städte und zwischen den Städten. Sie können auch Gemeinschaftstaxis nehmen, die von frühmorgens bis 18 Uhr fahren. Dieses von den Einheimischen sehr häufig benutzte Transportmittel bietet eine exzellente Möglichkeit, sich unter die Bevölkerung zu mischen. Außerdem finden Sie auch einen Bootshuttleservice von Fort de France nach Trois-Ilets.

Zur flexiblen Erkundung der Insel empfiehlt sich die Buchung eines Mietwagens.


Kleiner Sprachführer für Ortsnamen etc.:


Ajoupa: indianische Laubhütte, heute überdachter Picknicktisch

Anse: Bucht

Blaff: Fischsud

Carbet: Bootsschuppen, früher indianische Gemeinschaftshütte mit Blätterdach

Case: Holzhütte (mit Wellblechdach)

Colombo: pikanter Sauceneintopf

Fonds Blancs: küstenferne Sandbänke

Gommier: Gummibaum bzw. Boot aus dessen Holz

Habitation: Plantage oder Wohnhaus des Siedlers

Hivernage: Regenzeit

Madras: bunt kariertes indisches Tuch

Morne: Hügel vulkanischen Ursprungs

Piton: Vulkankegel

Savane: Wiese

Sucrerie: vorindustrielle Zuckersiederei

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